12. September 2017
  HUND/KATZE/CO   & CO   Hirschbrunft vor dem Haus
Hirschbrunft vor dem Haus

Hirsch-quicktime

Die Brunftzeit (=Paarungszeit) dauert von September bis Anfang Oktober. Ein starker Hirsch sammelt 6-12 Weibchen um sich und vertreibt alle anderen Männchen aus seinem Revier. Ein Platzhirsch duldet nicht, dass eine Hirschkuh sein Brunftrudel verlässt. Er drängt sie, unter Zuhilfenahme seines Geweihs, sofort zurück. Er markiert den Brunftplatz, indem er mit den Vorderschalen (=Vorderhufen) und dem Geweih Bodenvertiefungen schlägt. Zusätzlich werden in unmittelbarer Umgebung kleine Stämme und Büsche mit dem Geweih bearbeitet. Dabei werden die Voraugendrüsen zur Geruchsmarkierung des Brunftplatzes geleert. Während der Brunft röhren die Männchen um ihren Anspruch auf die Hirschkühe Nebenbuhlern klarzumachen. Andere männliche Hirsche werden durch Imponiergehabe bedroht. Die Konkurrenten zeigen ich die Flanken und stolzieren laut röhrend umeinander. Erst wenn sich ein Herausforderer durch solch einem „Röhrduell“ nicht beeindrucken lässt, kommt es zur Auseinandersetzung mit den Geweihen. Dabei kommt es manchmal zu heftigen Kämpfen, die gelegentlich zu starken Verletzungen führen.

Die weiblichen Tiere sind nur wenige Tage brunftig und werden in dieser Zeit mehrmals hintereinander beschlagen (=begattet). Dabei treibt der Hirsch sie über den Brunftplatz.

 

Während der Brunftzeit beobachtet man beim männlichen Rothirsch folgende Gebärden:

 

Herausstrecken des Leckers (=Zunge), der in kurzen Abständen über den Windfang (=Nase) fährt.

Flehmen, also hochziehen der Oberlippe, ohne einen Laut abzugeben. Dabei verstärkt der Hirsch wohl durch den dabei aufgenommenen Geruch der brunftigen Hirschkuh seine geschlechtliche Erregung.

Zucken der Brunftrute (=Penis) und Absondern von geringen Mengen Urin und Sperma als Ausdruck geschlechtlicher Erregung.

Eckzahndrohen, wenn der Hirsch einem männlichen Konkurrenten die Grandeln (=Eckzähne) zeigt.

 

Die Hirschkuh setzt im Mai oder Juni nach einer Tragzeit von etwa 237 Tagen ein oder seltener auch zwei Kälber. Die Hirschkälber sind schon nach wenigen Stunden in der Lage, der Mutter zu folgen, doch werden sie in den ersten 2 Lebenswochen noch abgelegt (=fester Aufenthalt des Kalbes an einen sicheren, versteckten Platz). Die Hirschkuh sucht ihr Kalb zum Säugen auf. Wenn das Kalb Hunger hat, öffnet es als Geruchssignal seine Voraugendrüsen. In dem Masse wie es gesättigt ist, schliessen sich die Voraugendrüsen. Das Kalb wird etwa 8 Monate gesäugt.

http://www.hegering.at/hirschbrunft.htm

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